Notfälle

Die Optische Kohärenztomografie (OCT) ist ein bildgebendes Verfahren, das 1991 erfunden wurde. Für die Augenärzte war das ab 1996 ein echter Quantensprung in Sachen Diagnostik. Denn der neue Tomograf lieferte Bilder mit Auflösungen im Mikrometer Bereich. Heute ist die OCT das Mittel der Wahl, wenn es um präzise Augenuntersuchungen im Bereich der filigranen Strukturen geht.

Feinste Strukturen werden sichtbar

Die OCT wird gern mit der Diagnose per Ultraschall verglichen. In der Tat gibt es Ähnlichkeiten. So arbeiten beide nach dem Prinzip der Reflexion, um auf diese Weise sichtbar zu machen, was unter der Oberfläche des jeweiligen Gewebes verborgen ist. Bei der OCT werden jedoch Licht- statt Schallwellen eingesetzt, um Bilder von den verborgenen Gewebestrukturen zu erhalten. Der fundamentale Unterschied ergibt sich bei der Bildauflösung. Diese bewegt sich beim Ultraschall eher im Millimeterbereich, während die Lichtwellen des Tomografen Auflösungen bieten, die sich in Mikrometern ausdrücken lassen. Mit der OCT sind also mikroskopisch präzise Bilder der Netzhaut, der Hornhaut oder des Sehnervs möglich. „Damit werden feinste Strukturen und Schichten sichtbar, die in den Zeiten vor Erfindung der OCT höchstens vermutet aber noch nie gesehen wurden. Sie können auch bis heute mit keinem anderen diagnostischen Verfahren so detailliert dargestellt werden.“ so Dr. med. Johann-Ulrich Geck.

Die filigrane Netzhaut

Wenn wir uns das mal bei der Netzhaut anschauen, wird deutlich, warum die OCT so vorteilhaft ist. Die Netzhaut ist bekanntlich ein äußerst filigranes Organ, das zwischen 0,1 und 0,56 mm stark ist. Sie besteht aus mehreren, noch feineren Schichten, die im Rahmen der Signalverarbeitung ihre jeweils speziellen Funktionen haben. Ohne OCT wäre es unmöglich, diese feinen Schichten überhaupt einzeln zu untersuchen um festzustellen, ob und inwieweit an der einen oder anderen Stelle winzige krankhafte Veränderungen vorhanden sind. Ein Makulaforamen – also ein Loch in der Makula, dem Punkt des schärfsten Sehens – kann meist nur mit Hilfe der OCT sichtbar gemacht und damit auch sicher diagnostiziert werden. „Auf die Spur winziger Makulaödöme, die von der OCT ebenfalls eindeutig gezeigt werden, würde man mit anderen Methoden gar nicht erst kommen.“ ist sich Dr. med. Geck sicher.

Blendfrei und ohne Schmerzen

Patienten fragen sich natürlich, wie die Untersuchung mit so einem Tomografen abläuft. Nun, spektakuläres ist da nicht zu erwarten und es dauert auch nicht lange. Die Patienten setzen sich bequem auf den Untersuchungsstuhl und legen das Kinn auf wie bei vielen anderen augenärztlichen Geräten auch. Und während sie aufmerksam ein Kreuz im Tomografen betrachten, tastet dieser mit einem sehr feinen Laserstrahl sorgfältig den zu untersuchenden Bereich im Auge ab – z. B. die Netzhaut oder den Sehnerv. Es handelt sich dabei um einen Laserstrahl, der mit Licht im niedrigen Kohärenzbereich arbeitet. Daher ist er völlig blendfrei und verursacht auch keine Schmerzen.

 

Darum ist Vorsorge so wichtig

Die Makuladegeneration ist die häufigste Ursache für eine Sehbehinderung im Alter und ist in den Industrieländern die häufigste Erblindungsursache ab dem 50. Lebensjahr. Vereinbaren Sie noch heute Ihren Termin zur Makulavorsorge.

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Augenklinik Dr. Hoffmann
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