Notfälle

Wenn es um die Operation eines Grauen Stars geht, können Augenchirurgen ihren Patienten aktuell zwei zuverlässige Verfahren anbieten. Da wäre zum einen die etablierte Methode, die unter der Bezeichnung Phakoemulsifikation bekannt ist und mit der sogenannten Kleinschnitttechnik arbeitet. Zum anderen gibt es seit 2008 die innovative Möglichkeit, den Grauen Star – auch Katarakt genannt – mit dem Femtosekundenlaser (LCS) zu operieren. Im Rahmen einer neuen Meta Analyse haben Autoren der Unikliniken Frankfurt/M und München die beiden Verfahren miteinander verglichen. Das Ergebnis zeigt, dass beide sowohl sehr sicher wie auch höchst effektiv sind, wobei die Lasertechnik die Nase vorn hat.

Dr. med. P. Requadt – Facharzt für Augenheilkunde in der Augenklinik Dr. Hoffmann – während einer Katarakt-Operation

Sicherheit des Eingriffs

Für jede Meta Analyse ist eine Datenbasis erforderlich. Diese gewannen die Autoren durch die Auswertung von 73 Studien, in denen die Operationen von 12274 Augen mit Hilfe der klassischen Kleinschnitttechnik und von 12679 Augen per Femtosekundenlaser einschließlich der jeweiligen Ergebnisse beschrieben wurden. Aufgrund dieser Ergebnisse konnten die Autoren ganz allgemein feststellen, dass die Lasermethode in puncto Sicherheit bereits auf einem sehr hohen Niveau unterwegs ist und hier das Zeug hat, der herkömmlichen Methode noch weiter davon zu laufen. Es ist daher damit zu rechnen, dass bei diesem Verfahren die ohnehin sehr geringe Zahl von Komplikationen noch weiter sinken wird, je mehr der Erfahrungsschatz der Chirurgen wächst. Die herkömmliche Methode, hat nach 40 Jahren ihr Potential so gut wie ausgereizt, sodass hier kaum noch mit einer Steigerung des Sicherheitsniveaus zu rechnen ist.

In der Auswertung wurden 12274 Augenoperationen mit Hilfe der klassischen Kleinschnitttechnik

und 12679 Augenoperationen per Femtosekundenlaser berücksichtigt.

Verbesserte Sehschärfe als Topergebnis

Nun ist die Sicherheit des Eingriffs für die Patienten ein wesentliches Kriterium. Das Topereignis ist für sie aber die Verbesserung der Sehschärfe. Hier kann der Laser im Vergleich mit der herkömmlichen Kleinschnitttechnik Punkte sammeln – aber nicht sofort, wie besagte Analyse zeigt. In den ersten Tagen nach der Operation ist der Visus ausgehend von beiden Methoden sehr ähnlich. Wenn man es sportlich formuliert, ist das Laserverfahren also kein Sprinter – aber ohne Frage ein Langstreckenläufer. Schon im Laufe des ersten Vierteljahres zeigt sich nämlich, dass Patienten nach einer Laser OP einen besseren Fernvisus entwickeln als jene, die klassisch operiert wurden. Dieser Effekt setzt sich offenbar fort, sodass mit dem Laser operierte Patienten mittelfristig mit einen signifikant besseren Visus – unkorrigiert wie korrigiert – rechnen können. Das jedenfalls konnten die Autoren der Analyse nach Auswertung der meisten diesbezüglichen Studien feststellen.

Gewebeschonendes Verfahren

Doch es gibt noch einen weiteren Aspekt, der ausgehend von dieser Analyse für die Lasermethode spricht und der vor allem für Patienten mit vor geschädigter Hornhaut interessant ist. Allgemein wird ja bei einer Katarakt OP auch die Hornhaut ein wenig in Mitleidenschaft gezogen, wobei ein gewisser Zellverlust nicht zu vermeiden ist. Wie die Analyse aber zeigt, fällt dieser Zellverlust nach einer Laser assistierten Katarakt OP weit geringer aus als bei der Phakoemulsifikation.

Fazit

Aufgrund der Ergebnisse der Meta Analyse kann geschlussfolgert werden, dass die Laser gestützte Katarakt OP im Vergleich mit der Phakoemulsifikation an Bedeutung gewinnen wird. Sie entwickelt ein stetig wachsendes Sicherheitsniveau, bringt mittelfristig einen besseren Visus hervor und führt zu einer geringeren Belastung der Hornhaut.

Die innovative Laser-Technologie des Femto-Lasers bieten wir Ihnen bei uns in der Augenklinik Dr. Hoffmann im Rahmen der Kataraktchirurgie (Graue Star OP) an. In einem unverbindlichen Beratungsgespräch informieren wir Sie gerne ausführlich über diese Operationstechnik und den daraus entstehenden Mehraufwand.

Kontaktieren Sie uns, wir sind für Sie da!

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