Der Weg unseres Assistenzarztes Burt Thyng in die Augenheilkunde ist alles andere als gewöhnlich. Seit rund einem Jahr ist er Teil unseres ärztlichen Teams und absolviert bei uns seine Weiterbildung zum Facharzt für Augenheilkunde.
Zeit, ihn einmal selbst erzählen zu lassen: über seinen Weg zu uns, seine ersten Erfahrungen im Klinikalltag und darüber, warum die Augenheilkunde für ihn heute ein echter Traumjob ist.
Herr Thyng, erzählen Sie uns kurz etwas über sich und Ihren bisherigen Weg.
Mein Weg war ziemlich international.In Singapur war ich zunächst beim Militär als Kampfingenieur und habe während dieser Zeit auch in Taiwan und Brunei gelebt. Danach habe ich in Perth, Australien, mit einem Vollstipendium Physiotherapie studiert. Später bin ich nach Deutschland gezogen und habe an der Universität Göttingen Medizin studiert. Privat bin ich ein großer Nerd: Ich spiele Klavier, Querflöte, Kalimba und Piccolo und liebe komplexe Brettspiele wie Hallertau oder Ein Fest für Odin. Ich habe sogar mein eigenes Brettspiel entwickelt. Ursprünglich bin ich wegen der Liebe nach Deutschland gekommen. Die Liebe ist zwar nichts geworden, aber mein Leben hat sich durch diesen Schritt komplett verändert.
Wie haben Sie Ihr erstes Jahr bei uns erlebt, was ist Ihnen besonders im Gedächtnis geblieben?
Es ist ein Traum, hier zu arbeiten. Besonders bleiben mir die Situationen im Gedächtnis, in denen gegen 18 Uhr noch Patientinnen oder Patienten mit einer Netzhautablösung in die Sprechstunde kommen und plötzlich alles ganz schnell gehen muss. Dann zu erleben, dass erfahrene Kolleginnen und Kollegen wie Dr. med. Hagen Walle, Dr. Bierkarre oder Dr. Jacobs telefonisch erreichbar sind und direkt unterstützen, gibt einem viel Sicherheit. Auch unsere MFAs und Stationsschwestern sind einfach mega, sie bleiben und ziehen mit, bis alles versorgt ist.
Wie werden Sie fachlich und im Alltag unterstützt?
Mittwochs bin ich beispielsweise in der Glaukom-Sprechstunde und freitags in der Netzhaut-Sprechstunde. Ich stelle unseren Fachärztinnen und Fachärzten viele Fragen und bekomme gute und ehrliche Antworten.
Auch Fortbildungen werden unterstützt. Letzte Woche war ich bei der DOG Deutsche Ophthalmologische Gesellschaft in Berlin und konnte dort viele spannende Vorträge besuchen. Ganz am Anfang meiner Weiterbildung habe ich außerdem den Kanski bekommen, für mich so etwas wie die Bibel der Augenheilkunde.
Was würden Sie jemandem sagen, der überlegt, seine Weiterbildung in der Augenheilkunde zu starten?
Das ist ein Traumjob. Man braucht eigentlich gar nicht lange zu überlegen. Augenheilkunde ist einfach ein anderes Level. Mein Rat: Gebt viel bei der Arbeit, stellt Fragen und nutzt die Möglichkeiten, die ihr bekommt. Mein Leben blüht gerade, fast wie die Blumen, die jede Woche frisch in unsere Klinik geliefert werden.